Johannes Brahms, 2. Klavierkonzert B-Dur op. 83Carl Maria von Weber - Aus London erhielt Carl Maria von
Weber 1824 das Angebot, die Feenoper Oberon oder Des Elfenkönigs
Eid zu vertonen. In ihr führt Weber die im Freischütz und Euryanthe entwickelte musikdramatische Vorstellung fort,
den visuellen Bühneneindruck eng mit musikalischen Strukturen
zu verschmelzen. Dieses Konzept prägt auch die Ouvertüre,
in der musikalische Verweisstrukturen geradezu Bilder der folgenden
Opernhandlung zeichnen.
Paul Hindemith - Webers Musik ist es auch, die in Paul Hindemiths
Metamorphosen die kompositorische Grundlage bilden.
Ursprünglich als Ballettmusik gedacht, orchestrierte Hindemith
jedoch nicht wie gewünscht die ihm vorliegenden Klavierstücke,
sondern schrieb, wie er selbst sagte, eine Art freier
Paraphrase über sie. Beim Auftraggeber fand dies zwar keine
Zustimmung, doch verfolgte Hindemith seinen Ansatz weiter
und bietet durch tonale Schärfungen, jazzartige Rhythmen
und interessante Instrumentierungen eine kompositorische
Neuinterpretation der Weberschen Werke.
Johannes Brahms Eine Metamorphose ganz anderer Art ist
Johannes Brahms 2. Klavierkonzert. War sein 1. Klavierkonzert
1859 bei Publikum und Kritik durchgefallen, so verhält sich das
zweite, wie Brahms Zeitgenosse Theodor Billroth schreibt, wie
der Mann zum Jüngling. Die originellen Formstrukturen und
raffinierten melodischen Bezüge, die das Werk entfaltet, rissen
nach der Uraufführung selbst den konservativen Musikkritiker
Eduard Hanslick zu Begeisterungstürmen hin: Das Konzert
übertreffe Brahms 1. Klavierkonzert an Fasslichkeit, Farbenreichthum
und reiner Schönheit [...] fast möchte ich sagen: an
allseitiger musikalischer Vollendung.
L.Vogt und die Berliner Philharmoniker, Beethoven - Klavierkonzert No. 3