Dan EttingerDirigent
dirigent pablo gonzales
Roman TrekelBariton
solist roman trekel
 

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Johann Sebastian Bach, Kantate Nr. 56, Ich will den Kreuzstab gerne tragen, BWV 56
Johann Sebastian Bach,Fantasie und Fuge c-Moll, für Orchester gesetzt von Edward Elgar
Johannes Brahms, Vier ernste Gesänge für tiefe Stimme, op. 121, für Orchester gesetzt von Detlev Glanert
Johannes Brahms, Variationen über ein Thema von Joseph Haydn, op. 56a

Die tiefe Verwurzelung spätromantischer deutscher Symphonik in barocker kontrapunktischer Tradition spiegelt das Programm des 3. Akademiekonzertes. Dabei kommen auch wenig bekannte Facetten dieses Bezuges zum Klingen; zugleich hat das Programm eine Affinität zur Stadt Hamburg: Dort erlernte Johann Sebastian Bach bei Johann Adam Reinken die Kunst polyphoner Improvisation auf der Orgel, dort kamen Johannes Brahms und Detlev Glanert zur Welt.

Die nach ihrem Textbeginn so genannte Kreuzstab-Kantate hat Johann Sebastian Bach 1732 aus einem älteren Werk (für Sopran) für tiefe Männerstimme adaptiert. Der dreistimmige Oboensatz, der als tiefste Stimme eine Oboe da caccia, den Vorläufer des Englischhorns, vorschreibt, verleiht der Musik eine ernste, umflorte Klangfarbe.

Edward Elgar ist der Wiedererwecker der nationalen britischen Tonkunst, die seit dem Tode Henry Purcells 200 Jahre lang keine überregionale Ausstrahlung mehr erlangt hatte. Zugleich aber war Elgar auch ein tiefer Verehrer Bachs. Seine Instrumentation eines bekannten Orgelwerkes von Bach ist eine sehr gelungene und zugleich bescheidene Hommage.

Das letzte zu Lebzeiten von Johannes Brahms noch gedruckte Werk, die Vier ernsten Gesänge op. 121 hat der Komponist nur in privatem Kreis musiziert. Detlev Glanert, in Mannheim gewiss kein unbekannter Komponist unserer Gegenwart, hat den Klavierpart dieser tief berührenden Gesänge für Orchester gesetzt.

Die Variationen über ein Thema von Joseph Haydn nehmen im Schaffen von Brahms eine Schlüsselstellung ein: Mit ihnen schuf er eine neue Gattung der Orchestermusik, die bis weit ins 20. Jahrhundert gepflegt wurde, lieferte seine schöpferische Generalprobe für die kommenden Symphonien und schloss bereits hier, wie später das Finale seiner 4. Symphonie, ein großes Orchesterwerk mit einer Passacaglia als Krönung ab.


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3. Akademiekonzert  - 13./14. Dezember, 20 Uhr
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