Erich Wolfgang Korngold, Violinkonzert D-Dur op.35
Johannes Brahms, 2. Sinfonie D-Dur, op.73
Paul Dukas - Spätestens seit der filmischen Illustration in Walt
Disneys Fantasia gehört das Orchesterscherzo nach Johann
Wolfgang von Goethes Der Zauberlehrling zu den heute bekanntesten
Werken Paul Dukas'. In ihm zeichnet Dukas mit semantisierten
Instrumentationen und variantenreicher Umformung
kleiner Motivbausteine sowohl die düstere Atmosphäre
der Zauberwerkstatt als auch die immer turbulenter werdende
Handlung nach.
Erich Wolfgang Korngold - Erich Wolfgang Korngolds Werken
ist eine wechselvolle Aufnahme zuteil geworden. Zunächst gefeiert,
sah man nach seiner Rückkehr aus dem amerikanischen
Exil nur noch vermeintlichen Anachronismus in ihnen. In Amerika
hatte er hingegen weiterhin Erfolg. So auch mit dem Violinkonzert
von 1945. In ihm lehnt sich Korngold in Form und
Anlage an den Gestus des 19. Jahrhunderts an, entwickelt aber
durch das Zitieren von Filmmusiken, die er in den 1930er-Jahren
komponiert hatte, eine neue Klangsprache.
Johannes Brahms - Im Gegensatz zur ersten Symphonie floss
Johannes Brahms die zweite regelrecht aus der Feder. Schnell
wurde sie wegen ihres betont kantablen Charakters mit Ludwig
van Beethovens Pastorale verglichen. Doch wie bei Beethovens
Werk schließt der heitere Klangeindruck symphonische
Dichte nicht aus. So wird auch Brahms' Symphonie davon geprägt,
wie beispielsweise an der Entwicklung beinahe des gesamten
ersten Satzes aus einem einzigen, vermeintlich unscheinbaren
Motivkern deutlich wird.
Benjamin Schmid & Georg Breinschmid spielen in "Treffpunkt Kultur"