Dmitri Schostakowitsch,Auszüge aus den Ballettsuiten 1 und 2
und Die Bremse
Julius Rietz,Klarinettenkonzert g-Moll
Dmitri Schostakowitsch,Symphonie Nr. 10 e-Moll op. 93Julius Rietz - Vor allem von Wagnerianern als bloßer Epigone
Felix Mendelssohns abgestempelt, sind Julius Rietz‘ Werke
nach seinem Tod bald weitgehend in Vergessenheit geraten.
Zu Unrecht, wie sich an dem Klarinettenkonzert op. 29 zeigt,
das durch seine virtuose Anlage und mit seiner Mendelssohn
verpflichteten Klanglichkeit besticht.
Dmitri Schostakowitsch - Nicht der Vorwurf des Epigonentums,
sondern ästhetische Anfeindungen mit politischer Motivation
prägten das Schaffen Dmitri Schostakowitschs. Unter
Stalins Herrschaft zunächst als Komponist verdammt, später
nur scheinbar rehabilitiert, machte sich Schostakowitsch nach
dem Tod Stalins an die Komposition seiner 10. Symphonie. Sie
bietet, musikalisch sorgsam verschlüsselt, eine Abrechnung mit
der Gewaltherrschaft des Diktators. So zitiert der Komponist
unter anderem ein Thema aus Modest Mussorgskys Oper Boris
Godunow, jener Oper, die den Aufstieg und Fall eines Despoten
schildert, und bringt sich über sein musikalisches Anagramm
mit den Folgen des Terrors selbst in Verbindung.
Gewachsen aus seiner Begeisterung für das Dramatische und
aus seiner Zeit als Kinopianist, hat sich Schostakowitsch zeit
seines Lebens auch der Filmmusik und dem Ballett gewidmet.
Musik aus seinen Balletten Das goldene Zeitalter, Der Bolzen und Der helle Bach wurden später zu Orchestersuiten zusammengestellt
und auch die Musik zum Film Die Bremse von
1955 fand in solcher Form erneute Verwendung.
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