Hubert SoudantDirigent
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Anton Bruckner,Symphonie Nr. 7 E-Dur
Der Entwicklungsweg des Komponisten
Anton Bruckner schien lange Jahre hindurch ganz auf kirchenmusikalische Werke ausgerichtet. Erst spät begann er sich mit symphonischer Musik auseinanderzusetzen, schuf zunächst einige Kompositionen zurProbe, ehe er wagte, sich - immerhin schon 44-jährig - der Öffentlichkeit als Symphoniker zu präsentieren. Mit seinem Bekenntnis zur Musik Richard Wagners manövrierte er sich in Wien bald ins Abseits, wurde nicht ernst genommen und erhielt seine Werke als angeblich unspielbar zurück.
Erst der engagierte Einsatz des damals 29-jährigen Dirigenten Arthur Nikisch brachte Ende 1884 für den inzwischen 60-jährigen Komponisten endlich Aufmerksamkeit und Anerkennung: Bruckners 7. Symphonie eroberte im Laufe weniger Monate die Konzertpodien. Bis heute ist dieses Werk mit seinem unverwechselbaren Beginn, einem über mehrere Oktaven entfalteten E-Dur-Akkord, eines der populärsten des Komponisten geblieben. Das mag auch mit den stilistischen Eigenarten zu tun haben; weniger als sonst bemüht Bruckner hier kontrapunktische Verfahrensweisen. Vor allem aber ist diese Symphonie knapper dimensioniert als die riesige Fünfte oder gar die beiden gigantischen Spätwerke, Nr. 8 und 9. Die überwiegend freundliche, lichte Atmosphäre, in die diese Musik getaucht erscheint, war (und ist noch!) bestens geeignet, Skeptiker von Bruckners Kunst zu überzeugen.
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