Dan EttingerDirigent
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Katharina GöresSopran
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Arnold Schönberg,Verklärte Nacht, Streichsextett, op. 4, Orchesterfassung
Gustav Mahler,Symphonie Nr. 4 G-DurWerke des musikalischen Jugendstils erklingen in diesem Akademiekonzert; ihre Autoren haben sich nicht allein persönlich gut gekannt und gegenseitig geschätzt: Beide schufen mit diesen Kompositionen auch Kammermusik im orchestralen Gewand. Arnold Schönberg gehört nicht nur zu den großen Neuerern in der Musikgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts, sondern auch zu den nicht sehr zahlreichen Autodidakten unter den Komponisten. Mit Ausnahme seines späteren Schwagers Alexander Zemlinsky hatte er nie Lehrer, sondern erarbeitete sich - ganz wie in alter Zeit - alle Kenntnisse und Fähigkeit selbständig. Sein Streichsextett
Verklärte Nacht nimmt Bezug auf ein Gedicht Richard Dehmels, ist jedoch keine Programmmusik, die äußere Vorgänge akustisch abzumalen trachtet. Die 1917 erstellte Fassung für Streichorchester hat Schönberg 1943 im amerikanischen Exil nochmals revidiert.
Gustav Mahler sollte man nicht vorschnell für einen Komponisten halten, der stets riesige Orchester- und Chor-Besetzungen forderte, um sich musikalisch auszudrücken; Mahler gehört auch zu den bedeutendsten Meistern des klavierbegleiteten Liedes, einer der intimsten Gattungen der Musik. Im Orchester seiner 4. Symphonie sind nicht einmal Posaunen und Tuba besetzt und die Mitwirkung vokaler Kräfte im Finale auf einen Solo-Sopran beschränkt. Dafür brilliert dieses Werk mit einer sehr oft kammermusikalischen Feinheit satztechnischer Strukturen, deren Kunst sehr fein und zurückhaltend auftritt. Die Euphorie von Mahlers früheren Werken ist einer Diskretion und Nachdenklichkeit gewichen, die auf das späte Schaffen zielt, an das die Schüler Schönbergs, vor allem Alban Berg, direkt anknüpfen konnten.
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