Sergei ProkofjewOuvertüre über hebräische Themen op. 34 bis
Richard DanielpourUraufführung eines neuen Orchesterwerkes
Gustav Mahler1. Sinfonie D-DurSergei Prokofjew - Während einer USA-Reise schrieb Sergei
Prokofjew seine Ouvertüre auf Bitten eines nach Amerika emigrierten
jüdischen Ensembles. Die Themen, die von tänzerischen
Rhythmen und charakteristischen Halbtonschritten geprägt
werden, entnahm Prokofjew dabei einem Notenbuch mit
jüdischer Volksmusik, das ihm das Ensemble zur Verfügung
stellte. Einige Jahre später entstand die nur selten zu hörende
Orchesterfassung, die in diesem Konzert zu erleben ist.
Richard Danielpour - Die jüngeren Werke des 1956 geborenen
Richard Danielpour sind deutlich von Klangvorstellungen großer
amerikanischer Komponisten des 20. Jahrhunderts wie
Benjamin Britten, Samuel Barber, Aaron Copland und Leonard
Bernstein beeinflusst, ohne aber lediglich retrospektiv angelegt
zu sein. Der unter anderem für seine reiche Orchestrationskunst
gelobte Komponist arbeitet derzeit an einem neuen, in
diesem Konzert uraufzuführenden Orchesterwerk, das direkt
für das Nationaltheater-Orchester Mannheim entsteht.
Gustav Mahler - Ein wesentliches Charakteristikum, das vielen
Symphonien Gustav Mahlers ihren besonderen Reiz verleiht,
ist die Verschmelzung zweier Gattungen – die des Liedes mit
derjenigen der Symphonie. Das daraus entstehende Spannungsverhältnis
der im damaligen Verständnis eigentlich gegensätzlichen
Gattungen prägt bereits die 1. Symphonie. Deren
Sätze bauen jeweils auf eigenen oder fremden Liedern auf
und experimentieren mit dem Gegensatz von symphonischem
und liedhaftem Komponieren.