Die KÜnstlerJean-Christophe Spinosi, Dirigent"Vollkommen überraschende Lesarten ... Überschäumende Freude am Musizieren ... Schön ohne Ende ..." – Die Musiker des Nationaltheater-Orchesters kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus, wenn sie über Jean-Christophe Spinosi reden. Historische Aufführungspraxis will Spinosi, der auch mal mit seiner Barockgeige auf Rockfestivals auftritt, über Emotionen vermitteln, alte Hör- und Spielgewohnheiten will er so aufbrechen, dass statt Abschiedsschmerz Entdeckerfreude aufkommt. Motto: Mehr Unerwartetes, bitte!

zur offiziellen Biographie (PDF)


Ramón Ortega Quero, OboeEr gehört zu den fabelhaften Bläser-Boys der jungen Generation: 2007 hat Ramón Ortega Quero, geboren 1988 in Granada, den ARD-Wettbewerb gewonnen, was seit fast fünfzig Jahren kein Oboist mehr geschafft hatte, danach ging er zum BR-Symphonieorchester, ist aber mit seinem ganz eigenen Ton und Stil inzwischen zum Solostar avanciert – er spielt mit Ausnahmemusikern wie Mitsuko Uchida, Kit Armstrong oder Tabea Zimmermann und hat die Mannheimer Orchestermitglieder tatsächlich auch zuerst als Kammermusiker begeistert.

zur offiziellen Biographie (PDF)
Das ProgrammJoseph Haydn, Symphonie Nr. 82 C-DurDa steppte der Bär in den Tuilerien: Das Orchester der Pariser "Loge Olympique" war das größte, für das Joseph Haydn bis dahin geschrieben hatte − schmucke Herren in blauen Bratenröcken und Degen, dirigiert vom Chevalier de Saint-Georges, dem flamboyanten farbigen Exoten und Frauenschwarm ... Haydn hat für dieses glamouröse Großstadt-Setting alle instrumentalen Register gezogen, bis hin zum absichtlich derben Dudelsacktanz im Finale der Symphonie Nr. 82, der dem Werk sehr viel später seinen Spitznamen einbrachte: "Der Bär".

Wolfgang A. Mozart, Oboenkonzert KV 314Lange ist alle Welt einem Phantom hinterhergejagt: Man wusste aus Mozarts Briefen, dass er ein Oboenkonzert komponiert hatte, aber keiner hatte je die Noten gesehen. Dann die Auflösung! Weil er Geld brauchte, hatte Mozart einem reichen Flötenenthusiasten ein X für ein U verkauft, sprich, das Oboen- zum Flötenkonzert gemacht – das verschwundene Stück versteckte sich also in seinem Konzert für Flöte und Orchester Nr. 2, wurde befreit und ist seitdem eines der meistgespielten Oboenwerke überhaupt.

Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 1 C-DurAls ehrfürchtige Verbeugung vor den Vorbildern Mozart und Haydn kommt Ludwig van Beethovens erste Symphonie daher − und gleichzeitig als klare Ansage: Beethoven betritt die ganz große symphonische Bühne selbstbewusst grinsend mit einer Dissonanz: Hier stehe ich, ich kann auch anders, zieht euch warm an! Schon damals schreibt ein Ohrenzeuge von der "Pranke des Löwen", die Beethoven da mal kurz habe aufblitzen lassen ...

Musiker zum AnfassenMusiker zum Anfassen findet im Anschluss an jedes Konzert in der Lounge des Rosengartens statt. Suchen Sie das Gespräch mit den MusikerInnen, die eben noch für Sie gespielt haben, und lassen Sie den Tag, bewirtet von der Gastronomie des Dorint, bei Jazz live ausklingen.

Wir freuen uns auf Sie!
musikalische akademie fbmusikalische akademie fbnationaltheater mannheim