Richard Strauss,Don Juan op. 20 Vier letzte Lieder
Wolfgang Amadeus Mozart,Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550Richard Strauss - Keine Vertonung von Handlung, sondern das
In-Musiksetzen einer poetischen Idee steht im Vordergrund
der Sinfonischen Dichtungen Richard Strauss‘. In Don Juan geht es dem Komponisten daher weit weniger darum, konkrete
Begebenheiten aus dem Leben des Verführers musikalisch
nachzuzeichnen, als vielmehr darum, dessen Gefühlswelt darzustellen.
Dafür bedient sich Strauss dem tradierten Repertoire
sinfonischen Komponierens, lädt dieses bedeutungstragend
auf und verformt es der poetischen Idee entsprechend. Die regelgerechte
Sonatensatzform wird beispielsweise zunehmend
zerbrochen – ganz wie das Missachten gesellschaftlicher Regeln
durch den anarchischen Verführer.
Werke der friedvollen Vollendung des Lebens und des Abschieds
sind die Orchesterlieder, die Richard Strauss 1948 im
Alter von 84 Jahren schrieb. Heute zu dem Zyklus Vier letzte
Lieder zusammengefasst, stellt Strauss wie in seinen Tondichtungen
die inhaltliche Aussage der Gedichte von Hermann
Hesse und Joseph von Eichendorff über eine Vertonung, die
sich an den formalen Gedichtstrukturen orientiert.
Wolfgang Amadeus Mozart - Zu den wohl populärsten Werken
Wolfgang Amadeus Mozarts gehört zweifellos die Sinfonie Nr.
40, die sogenannte große g-Moll-Sinfonie. 1788 als die Mittlere
seiner drei letzten Werke dieser Gattung entstanden, prägt
sie sowohl Ausgeglichenheit als auch Dramatik. Hängt letzteres
mit der Tonart g-Moll, der Seufzerthematik des ersten Satzes,
heftigen Synkopierungen im Menuett und dem düsteren,
kämpferischen Finale zusammen, zeigt sich vor allem in der
formalen Anlage eine genau kalkulierte Ebenmäßigkeit.