Sergei Rachmaninow,3. Klavierkonzert d-Moll, op. 30Igor Strawinsky - Parallel zur Arbeit am Ballett Le Sacre du
printemps, das bei seiner Uraufführung einen der größten
Theaterskandale der Musikgeschichte nach sich zog, kam Igor
Strawinsky die Idee, ein Orchesterwerk über eine zum Leben
erweckte Gliederpuppe zu schreiben. Ermuntert durch die
Begeisterung des Ballettmeisters Sergej Diaghilew entstand
1910 daraus die Burleske in vier Bildern, die nach der unglücklichen
Figur russischer Jahrmärkte benannt ist – Petruschka.
Auch ohne szenische Darstellung lässt sich durch Strawinskys
bildhafte Kompositionsweise die Handlung um die von zwei
Männern umworbene Ballerina nachvollziehen, an deren Ende
Petruschka unterliegt und stirbt.
Sergei Rachmaninow - Nur wenig früher, am 28. November
1909 erlebte Sergej Rachmaninows drittes Klavierkonzert in
New York seine Uraufführung, das er als Publikumsmagnet für
seine eigene Konzerttournee durch Amerika geschrieben hatte.
Auch wenn die Kritik nicht immer positiv ausfiel, was wohl vor
allem an den monumentalen Ausmaßen des Werks lag, wurde
es im New York Herald dennoch als eines der interessantesten
Klavierwerke der letzten Jahre gefeiert. In eine nur scheinbar
traditionelle Dreisätzigkeit eingebettet, ist es geprägt von
Rachmaninows ästhetischem Ideal fließender Melodik, dichter
motivisch-thematischer Arbeit und einem bis dahin bei Rachmaninow
nicht gekannten Farbenreichtum des Klavierparts.