Aktuell:
Kompositionsauftrag an Fazil Say
Uraufführung im 6. Akademiekonzert am 5. und 6. März 2012
Mit freundlicher Unterstützung von Karl Limbourg, Mustafa Baklan (Firma Baktat) und Karlheinz Lochbühler (Firma Lochbühler Aufzüge).
Am
9. Mai, dem Europatag, haben die Stadt Mannheim, vertreten durch den
Kulturbürgermeister Michael Grötsch, und die Musikalische Akademie im
Rahmen einer Feierstunde im Musikpark Mannheim den Kompositionsauftrag
für die kommende Saison an den türkischen Komponisten und Pianisten
Fazil Say vergeben. Dabei wurde auf die besondere Bedeutung des Projekts
hinsichtlich des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen
Deutschland und der Türkei hingewiesen.

von
links: Cetiner Karahan (Türkischer Generalkonsul Karlsruhe), Fazil Say
(Komponist), Michael Grötsch (Kulturbürgermeister Mannheim), Johannes
Dölger (1. Vorsitzender der Musikalischen Akademie)
4. März 2012, 11 Uhr
Musensaal, Rosengarten Mannheim
Benefizkonzert zugunsten des Türkischen Roten
Halbmonds – Kizilay und des Lions-Projekts
Klasse2000 / Schirmherr – OB Dr. Peter Kurz
Programm:
Richard Strauss - Lieder
Zuneigung op. 10 Nr. 1 / Nichts op. 10 Nr. 2
Die Nacht op. 10 Nr. 3 / Cäcilie op. 27 Nr. 2
Tamara Banjesevic – Sopran, Atsuko Kinoshita – Klavier (Stipendiatinnen des Lions-Clubs)
Franz Schubert
Forellenquintett, Klavierquintett D 667 in A-Dur
Allegro vivace, Andante, Scherzo. Presto, Thema. Andantino - Variazioni I-V, Allegretto, Finale. Allegro giusto
Fazil Say (Klavier), Andrei Rosianu (Violine), Julien Heichelbech (Viola), Friedemann Döling (Violoncello), Johannes Dölger (Kontrabass)
Improvisationen über türkische Volkslieder
Burcu Karadağ (Ney), Fazil Say
Performance des WIR!-Projekts
mit der türkischen Volkstanzgruppe Motif, der Breakdancegruppe Physical Funk, dem Jugendblasorchester der Mannheimer Bläserphilharmonie, der Percussionsgruppe der
Orientalischen Musikakademie und Mardi Gras.BB.
Der Türkische Rote Halbmond – Kizilay - ist eine Schwesterorganisation des Deutschen Roten Kreuzes. Mit dem Erlös dieses Konzerts werden die Opfer des Erdbebens von Van im Oktober
2011 unterstützt.
Das Lions-Projekt Klasse2000 ist das bundesweit größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Gewalt- und Suchtvorbeugung in der Grundschule. Seit 1991 hat es über 800.000 Kinder erreicht. Das Programm begleitet die Kinder von Klasse 1 bis 4 und begeistert sie spielerisch für eine gesunde Lebensweise. Lehrkräfte und externe Klasse2000-Gesundheitsförderer gestalten pro Schuljahr ca. 15 Unterrichtsstunden zu den wichtigsten Gesundheitsthemen: von Bewegung, Ernährung und Entspannung bis hin zu Strategien der gewaltfreien Konfliktlösung und Nein-Sagen zu Tabak und Alkohol. Träger von Klasse2000 ist ein gemeinnütziger Verein, die Finanzierung erfolgt über Spenden in Form von Patenschaften für einzelne Klassen. Wichtigster Partner sind die Lions Clubs in Deutschland. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, ist Schirmherrin dieses Programms.
Karten können Sie sowohl in der Geschäftsstelle der Musikalischen Akademie als auch an der Theaterkasse des Nationaltheaters erwerben.
Nachlese:
Orchesterwerkstatt am 29.01.2011 im Rosengarten
Für die eigenen Mitglieder sowie für Freunde und Förderer öffnete die Musikalische Akademie für die Hauptprobe der Alpensinfonie die Türen
[…]Bekanntlich hat sich im Jahr 2010 die „Musikalische
Akademie des Nationaltheater-Orchesters“
nach dem Motto „Gemeinsam sind
wir stärker“ mit den „Freunden und Förderern
des Nationaltheaters“ zusammengetan.
Bereits die erste Gemeinschaftsveranstaltung
gestern im Rosengarten fand ein erstaunliches
Echo und war ein grandioser Erfolg. Der einfallsreiche
[…] Johannes Dölger,
dem man schon die „Musiker zum Anfassen“
nach den Akademiekonzerten verdanken
darf, lud die Interessenten ein, der zweiten
Halbzeit der Akademiekonzert-Hauptprobe
beizuwohnen, im Anschluss dem Vortrag von
Dr. Karl Heidenreich über Bedeutung und
Geschichte der Akademiekonzerte zu lauschen
[…].
Wie bestaunten die Zuhörer
das Mammutorchester, in dem selbst Harfe
und Basstuba doppelt besetzt waren, das
Heer der Streicher und die riesige Bläser- und
Schlagwerk-Fraktion, wie lauschten sie gebannt,
als Dirigent Yaron Traub ein gewaltiges
Crescendo aufbaute und die Abstimmung
mit dem Fernorchester auf der Seitenbühne
koordinierte. Die Materialschlacht gipfelte in
der gewaltigen Gewitterszene; selbst altgediente
Konzertbesucher haben vielleicht zum
ersten Mal den Einsatz von Donnerblech und
Windmaschine gesehen. […]
Vor dem angekündigten Vortrag sprach
Professor Achim Weizel als Oberhaupt der
Theaterfreunde noch ein begeistertes Grußwort,
konstatierte die „erhöhte Drehzahl“ bei
der Musikalischen Akademie, pries die langjährige
moralische und finanzielle Unterstützung
durch Dr. Karl Heidenreich und freute
sich, dass nun auch Dr. Marcus Kremer, Vorstandsmitglied
der Mannheimer Versicherung,
mit im Boot sei. Weizels Fazit der Kooperation:
„Wir profitieren voneinander, und
das ist erst der Anfang!“
Dr. Heidenreich […] erläuterte
ausführlich die seit je demokratische
Selbstverwaltung des Orchesters, künstlerisch
und finanziell, die in der Ära Schwab in
ernster Gefahr war. Spannend die Aufzählung
der Meister, die hier eigene Werke dirigierten:
Wagner, Brahms, Strauss, Mahler, Hindemith.
Johannes Dölger dankte für den „unheimlich
interessanten und kurzweiligen Vortrag“
und versicherte, dass das Engagement
der Mannheimer für den Verein „kostbar und
wichtig“ sei.
Waltraud Brunst, Sonntag Aktuell, 30.01.2011
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